Wie alles begann

Entstehungsgeschichte des Großen Meeres

Wie alles begann

Wie alles begann...

Die Entstehung des Großen Meeres

Ostfriesland war im Mittelalter von zahlreichen Binnenseen durchzogen. Sie entstanden aus den Resten größerer Grundwasseransammlungen und waren mit einer Wassertiefe von etwa einem Meter sehr flach.

Die kleineren Seen versandeten im Laufe der Zeit, das Große Meer aber blieb erhalten. Bei den starken Sturmfluten drückte die Nordsee immer wieder in das Land, die Leybucht bei Greetsiel vergrößerte sich und der Grundwasserspiegel wurde weiter angehoben. So vergrößerte sich auch das Große Meer auf die heutigen rund 460 Hektar Gesamtfläche. Aufgrund des oft vorherrschenden Westwindes verschob sich Ostfrieslands größter Binnensee allmählich in östliche Richtung. Dies ist auf alten Flurkarten sehr gut zu erkennen.

Sie möchten noch mehr über die Entstehung von Ostfrieslands größtem Binnensee erfahren? Nachfolgende haben wir Ihnen die Entstehungsgeschichte zusammengefasst.

Entstehung des Großen Meeres

Sage um das versunkene Dorf

Am Ostufer des Großen Meeres wurden immer wieder Steine gefunden, die früher zum Auslegen von Küchen dienten. Hier vermutete man ein Dorf, das in grauer Vorzeit im See versunken sein sollte. Bestätigt werden konnte diese Vermutung jedoch nie.

 

Maßnahmen rund ums Große Meer

Unter dem Begriff "Projekt Großes Meer" wurden und werden zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, um die Attraktivität von Ostfrieslands größtem Binnensee zu erhalten. Die Maßnahmen werden dabei im Einklang von Mensch und Natur umgesetzt. Auf den nachfolgende angeführten Seiten möchten wir Ihnen diese Projekte kurz darstellen. 

Sie erhalten dabei 

  • einen Einblick in das Regionalentwicklungskonzept 'Meer erleben - Mehr verstehen' bekommen, erfahren, welche Bedeutung es für die Region hat und wer daran beteiligt ist.
  • eine Vorstellung davon, welch hohen Wert die Region Großes Meer nicht nur für den Naturschutz hat, aber auch welche Probleme dort bestehen und wie die Maßnahmen des Regionalentwicklungskonzeptes zur Lösung beitragen können.
  • einen Einblick über die verschiedenen Maßnahmen des Projektes und erfahren welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden konnten und wie dadurch auch Ihr ganz persönliches Meer-Erlebnis bereichert wird.
     

Projekt Großes Meer

Geschichte der Gemeinde Südbrookmerland

Die Gemeinde Südbrookmerland entstand am 01.07.1972 durch Zusammenschluss der früheren Gemeinden Bedekaspel, Forlitz-Blaukirchen, Moordorf, Moorhusen, Münkeboe, Oldeborg, Theene, Uthwerdum, Victorbur und Wiegboldsbur und hat etwas 20.000 Einwohner und eine Gesamtfläche von ca. 97 km².

Wenn Sie mehr über die Gemeinde Südbrookmerland, die Herrschaftsfamilien der Tom Brook sowie Cirksena erfahren möchten und was diese beiden Familien eigentlich mit der Entstehung der heutigen Gemeinde  Südbrookmerland zu tun haben, finden Sie dieses unter den nachfolgendem Link. 

Die Geschichte des Südbrookmerlandes.

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Das Leben auf dem Moor

Ursprünglich bestand die Gemeinde Südbrookmerland vor der Urbarmachung aus einer einzigen Moorlandschaft. In Teilen sind diese Ausmaße und die Gegebenheiten einer ursprünglichen Moorlandschaft im Moormuseum in Moordorf wieder sichtbar gemacht worden und ein Stück des Moores wurde hier renaturiert. 

Aber Moor ist nicht gleich Moor. Es wird zwischen Hochmoor und dem Niedermoor unterschieden. 

Das Niedermoor

Niederungsmoore werden auch Flachmoore genannt und entstanden in verlandenden Gewässern. Voraussetzungen für die Entwicklung von Niederungmooren sind ein hoher Grundwasserstand und nährstoffreiches Wasser. Heute erkennt man die Niederungsmoorgebiete an weiten ebenen Wiesen, die häufig von vielen kleinen Bächen und Gräben durchzogen sind. Sie werden „Meeden“ genannt. Dort, wo diese Landstriche einmal mit Erlen bewaldet waren, findet man in den Ortsbezeichnungen noch hin und wieder den Begriff „Wolden“. In Südbrookmerland gibt es rund um das „Große Meer“ herum eine weite Meedenlandschaft mit reicher Flora und Fauna.

Das Hochmoor 

Die ersten Hochmoore in Ostfriesland entstanden wahrscheinlich um 5500 v. Chr. Und zwar im Anschluss an die letzte Eiszeit, die ca. 8000 v. Chr. allmählich endete. Hochmoore steigen weit über den Grundwasserspiegel hinaus. Sie sind auf ein regenreiches Klima angewiesen und nicht vom Grundwasser abhängig. Die wichtigsten Pflanzen, die das Hochmoor gebildet haben, sind die Torfmoose. Torfmoos benötigt zum Wachstum nur Regenwasser. Alle Nährstoffe werden daraus entnommen. Es kann mehr als das 15fache seines Gewichtes an Wasser aufnehmen.
Jedes Jahr wächst das Torfmoos 1 bis 1,5 mm in die Höhe. Die unteren Schichten sterben ab. So wuchert das Moor immer höher und kann dabei sogar Wälder ersticken. Man findet deshalb in unteren Schichten auch immer wieder Baumstämme, die wegen des Luftabschlusses und der Moorsäuren gut erhalten sind, obwohl sie nicht selten ein Alter von mehreren tausend Jahren haben. Auch mehrere gut erhaltene Moorleichen wurden gefunden.
Die Hochmoore in Ostfriesland sind sechs bis acht Meter, an manchen Stellen sogar noch mehr Meter mächtig. In ihrem Urzustand waren sie uhrglasförmig gewölbt. Die Hochmoore waren für den Menschen kaum begehbar und wurden deshalb lange gemieden. Nur am Rande wurde hier das Torf als Brennmaterial gestochen, der im wesentlichen aus den abgestorbenen Moosteilen entstanden war.
Erst im 17. Jahrhundert n. Chr. begann man mit der planmäßigen Torfgewinnung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultivierung war eine wirksame Entwässerung über Kanäle und Gräben. So entstand z. B. das Dorf Großefehn südlich von Aurich (1633).
Im 18. Jahrhundert wurden unter preußischer Regierung etliche Moorkolonien gegründet, so z. B. auch Moordorf in Südbrookmerland (1767). Allerdings wurde hierbei die Entwässerung stark vernachlässigt. In der Folge kam es zu einer großen Verarmung der Siedler.
Durch die tiefgreifenden Entwässerungs- und Abbaumaßnahmen während der letzten 120 Jahre sind in Ostfriesland fast alle natürlichen Moore verschwunden. Lediglich beim „Ewigen Meer“ hat man durch eine großangelegte Abschottung der Wasserabflüsse ein neues Moorwachstum in Gang bringen können. Diese und viele andere Moorflächen stehen unter Natur- oder Landschaftsschutz und dürfen nur teilweise betreten werden.

Wenn Sie mehr zum Leben im Moor und zum Leben allgemein in Ostfriesland erfahren möchten, besuchen Sie das Moormuseum in Moordorf oder das Dörpmuseum in Münkeboe. 


Moormuseum Moordorf

In urwüchsiger Moorlandschaft stellt das Moormuseum die unvorstellbar schwierige 200 jährige Entwicklung einer ostfriesischen Moorkolonie dar. Die Hütten aus Gras-Torfsoden oder Lehm hinterlassen bei den Besuchern des Freilichtmuseums unvergessliche Eindrücke. Kinder und Jugendliche erfahren hier hautnah ein Stück Geschichte, das Ihnen sonst vielleicht nur in Schulbüchern begegnet.
Ein Museum zum Anfassen und Mitmachen. Dieses Motto wird während der regelmäßig stattfindenden Aktionstage mit Leben erfüllt. Dann erhalten Besucher nicht nur informative Einblicke in die Arbeit einer kleinen Schmiede, das Torfgraben, den Hüttenbau, das Mattenflechten und Besenbinden, sondern können auch selbst Hand anlegen.
In der gemütlichen Teestube mit Kaminecke, die auch Reisegruppen Platz bietet, gibt es Tee, Kaffee, Kuchen und vieles mehr.

Öffnungszeiten:
20.03. - 31.10. täglich von 10 - 18 Uhr
(Einlass bis 17 Uhr).

Im Winter: 01.11. - 19.03.
Besuch auf Anmeldung möglich.

Mit gemütlicher Teestube und Museumslädchen.
Für Hunde bieten wir einen Hundeparkplatz inkl. Spielzeug und Leckerlies.


Dörpmuseum Münkeboe

Werkstätten, Einrichtungen, Geräte und Maschinen, die früher in diesem Dorf und der engsten Umgebung zur Arbeitswelt gehörten, sind in dem Freilichtmuseum zusammengetragen. Eine vollständig funktionsfähige Kornwindmühle und ein Dorfmuseumsplatz mit alter Schmiede, Stellmacherei, Gattersägewerk, Tante-Emma-Laden mit Bäckerei, Feldbackofen, einklassiger Dorfschule einem Kolonistenhaus mit Blaufärberei und –druckerei, einer Gulfhofanlage für Landmaschinen mit vielen Großgeräten und vieles mehr bilden den Mittelpunkt dieses lebendigen Museums.

Für das leibliche Wohl wird in einer gemütlichen Teestube gesorgt, in der auch größere Gruppen Platz finden.

Öffnungszeiten:
Frühlingsanfang bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag sowie Feiertage von 10.00 bis 17.30 Uhr.
Montag ist Ruhetag.
Ab Mai an jedem 1. Sonnabend im Monat und am letzten Sonnabend und Sonntag im August: Die „alten“ Handwerker bei der Arbeit.